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Information Feuerbrand-Info März 2019

11.03.2019

Im Jahr 2018 meldete Steffisburg, Uebeschi und Uetendorf erneut Befall!

Auf einen winterlich kalten März (Neuschnee am 18. Und 21.3.) erfolgte ein rascher Temperaturanstieg im April – Ende April/Anfangs Mai gingen die ersten Kernobstblüten auf. Ab Mitte Juni dehnte sich ein westeuropäisches Hoch auf und brachte ein warmer und langer Sommer mit wenig Niederschlag.


Insgesamt meldeten 10 bernische Gemeinden Befall, davon drei in unserer Region, welche schon in den vergangenen Jahren betroffen wurden.
Im Winter können sich die Feuerbrand-Bakterien grundsätzlich nicht vermehren – aber in infizierten Pflanzen sterben sie auch nicht ab, da sie bereits im Holz eingelagert sind…


Wir empfehlen euch dringend aufmerksam zu bleiben und:
• ab Anfangs März keine Schnittarbeiten an Kernobstbäumen mehr auszuführen…
• die Schnittwerkzeuge (Baumschere, Baumsäge) nach jedem Baum zu desinfizieren…
• verdächtige Pflanzen nicht zu berühren, da Verschleppungsgefahr der Krankheit besteht…
• bei Fragen im Zusammenhang mit Feuerbrand, unser Feuerbrandkontrolleur als erste Ansprechinstanz zu kontaktieren, damit er nach einer Vorabklärung die erforderlichen Massnahmen in die Wege leiten kann…
• und die Pflanzen vom Zeitpunkt des Laubausbruchs bis zur Herbstverfärbung regelmässig zu kontrollieren

Unser Feuerbrandkontrolleur:
Hanspeter Nyffenegger, Laueli 4, 3653 Oberhofen - Mobil 079 656 83 70 - Mail nyga@bluewin.ch

Was ist Feuerbrand?
Diese bakterielle Pflanzenkrankheit befällt eine ganze Reihe von Zier- und Wildpflanzen wie: Weissdorn, Vogelbeere, Mispeln. Aber auch Kernobst: Apfel-, Birnen- oder Quit¬tenbäume. Der Name Feuerbrand rührt von der schwarzbraunen Verfärbung, dem "verbrannten" Aus¬sehen der befallenen Pflanzen her, deren Triebspitzen sich ausserdem U-förmig nach unten biegen. Bei infizierten Pflanzen treten im Frühling die Bakterien als kleine Schleimtropfen aus. Die hoch ansteckenden Bakterien können sehr rasch durch Insekten, Regen und Wind, Vögel, aber auch durch den Menschen (via Grünabfälle, Werkzeuge, Kleider etc.) auf ge¬sunde Pflanzen übertragen werden. Bei Neupflanzung ist bis auf weiteres auf alle Feuerbrandwirtspflanzen zu verzichten.

Kantonale Fachstelle für Pflanzenschutz (BE): www.be.ch/feuerbrand
Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil: www.acw.admin.ch


Weitere meldepflichtige Schadorganismen:
Ambrosia, Asiatischer Laubholz-Bockkäfer, Edelkastanien-Gallwespe
www.be.ch/pflanzenschutz



BAUVERWALTUNG OBERHOFEN Oberhofen, im März 2019