Information Feuerbrand März 2018

Information Feuerbrand März 2018

13
März
2018

Information Feuerbrand März 2018

Autor: Gemeindeverwaltung Oberhofen


Die sonnige und milde Witterung brachte die Kirschbäume Mitte März und die Kernobstbäume Mitte April zum Blühen, was die Infektionsgefahr ansteigen liess… Die Folgen der beiden Frostnächte in der zweiten Hälfte April waren Nachzügler Blüten an welchen ebenfalls Infektionen stattfinden konnten! Insgesamt meldeten „nur“ 8 bernische Gemeinden Befall, davon waren Fahrni, Uebeschi und Wimmis in unserer Region betroffen – und zwar aufgrund ungenügend sanierter Bäume, bei welchen der Erreger bereits im Holzkörper eingelagert ist!

Im Winter können sich die Feuerbrand-Bakterien grundsätzlich nicht vermehren - aber in infizierten Pflanzen sterben sie auch nicht ab, da sie bereits im Holz eingelagert sind.

Wir empfehlen Ihnen dringend aufmerksam zu bleiben und:
• ab Anfangs März keine Schnittarbeiten an Kernobstbäumen mehr auszuführen.
• die Schnittwerkzeuge (Baumschere, Baumsäge) nach jedem Baum zu desinfizieren.
• verdächtige Pflanzen nicht zu berühren, da Verschleppungsgefahr der Krankheit besteht.
• bei Fragen im Zusammenhang mit Feuerbrand unseren Feuerbrandkontrolleur als erste Ansprechinstanz zu kontaktieren, damit er nach einer Vorabklärung die erforderlichen Massnahmen in die Wege leiten kann.
• die Pflanzen vom Zeitpunkt des Laubausbruchs bis zur Herbstverfärbung regelmässig zu kontrollieren


Der Feuerbrandkontrolleur:
Hanspeter Nyffenegger, Laueli 4, 3653 Oberhofen - 079 656 83 70 oder nyga@bluewin.ch

Was ist Feuerbrand?
Diese bakterielle Pflanzenkrankheit befällt eine ganze Reihe von Zier- und Wildpflanzen wie: Weissdorn, Vogelbeere oder Mispeln. Aber auch Kernobst wie Apfel-, Birnen- oder Quittenbäume können davon betroffen sein. Der Name Feuerbrand rührt von der schwarzbraunen Verfärbung, dem "verbrannten" Aussehen der befallenen Pflanzen her, deren Triebspitzen sich ausserdem U-förmig nach unten biegen. Bei infizierten Pflanzen treten im Frühling die Bakterien als kleine Schleimtropfen aus. Die hoch ansteckenden Bakterien können sehr rasch durch Insekten, Regen und Wind, Vögel, aber auch durch den Menschen (via Grünabfälle, Werkzeuge, Kleider etc.) auf gesunde Pflanzen übertragen werden. Bei Neupflanzung ist bis auf weiteres auf alle Feuerbrandwirtspflanzen zu verzichten.

Kantonale Fachstelle für Pflanzenschutz
Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil

Weitere meldepflichtige Schadorganismen:
Ambrosia, Asiatischer Laubholz-Bockkäfer, Edelkastanien-Gallwespe


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